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Dübeltechnik

Dübel von Würth verankern Anbauteile zuverlässig in Beton, Mauerwerk, Porenbeton und Plattenbaustoffen. Das Sortiment reicht von Universal- und Spreizdübeln aus Kunststoff über mechanische Schwerlastdübel, Schwerlastanker und Einschlagdübel bis zu Hohlraumdübeln für den Trockenbau und chemischen Befestigungssystemen mit Injektionsmörtel und Ankerstangen. Für tragende Verankerungen stehen Ausführungen mit Europäischer Technischer Bewertung (ETA) bereit – in verzinktem Stahl, Edelstahl A4 und hoch korrosionsbeständigem Stahl. Digitale Auswahl- und Bemessungshilfen sowie Zuglastversuche direkt auf der Baustelle unterstützen die prüffähige Planung: So liefert Würth für jede Befestigungsaufgabe im Innen- und Außenbereich das passende System aus einer Hand.

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Dübel von Würth: Befestigungslösungen für Beton, Mauerwerk und Trockenbau

Ob Metallkonstruktion auf der Baustelle, Kabeltrasse in der Industriehalle oder Hängeschrank im Innenausbau: Die Verbindung zwischen Bauteil und Untergrund entscheidet über die Sicherheit der gesamten Konstruktion. Dübel übernehmen dabei die Kraftübertragung ins Bohrloch – per Spreizung, Formschluss oder Verbundwirkung – an Wand, Decke und Boden. Weil Beton, Lochstein und Gipskartonplatten völlig unterschiedlich tragen, führt Würth Befestigungslösungen für jeden Verankerungsgrund und jede Lastklasse.

Dübeltechnik von Würth – Befestigungslösungen für Beton, Mauerwerk und Trockenbau
Dübeltechnik von Würth – Befestigungslösungen im Überblick

Das Sortiment ist auf professionelle Anforderungen ausgelegt:

  • Prüffähige Verwendbarkeitsnachweise: Zahlreiche Anker- und Injektionssysteme verfügen über eine Europäische Technische Bewertung (ETA) – vom Fixanker mit ETA-99/0011 bis zum Injektionssystem mit ETA-12/0164. Das schafft eine belastbare Grundlage für Bemessung und Abnahme, auch für seismische Anforderungen der Kategorien C1 und C2.
  • Werkstoffe für jeden Einsatzort: Dübel und Anker stehen in galvanisch verzinktem Stahl für trockene Innenräume, in Edelstahl A4 für Außenbereich und Feuchtraum sowie in hoch korrosionsbeständigem Stahl 1.4529 für besonders beanspruchte Umgebungen zur Verfügung.
  • Mechanisch und chemisch aus einer Hand: Neben Spreiz-, Einschlag- und Hohlraumdübeln umfasst das Programm komplette Injektionssysteme mit Mörteln, Ankerstangen, Innengewindeankern und Siebhülsen – abgestimmte Komponenten statt Einzelteile.

Damit deckt eine Kategorie ab, was auf Baustelle und in der Werkstatt täglich gebraucht wird: schnelle Standardbefestigungen, dokumentationsfähige Schwerlastanker und Speziallösungen für Trockenbau, Dämmung und Sanierung.

Praxisvorteil: Fixanker werden in der Durchsteckmontage gesetzt und können direkt nach dem Verspannen belastet werden – das minimiert Bohr- und Zeitaufwand am Anschlagpunkt.

Dübelarten im Überblick: der passende Dübel für jeden Untergrund

Der Untergrund entscheidet darüber, welcher Dübel trägt – nicht umgekehrt. Vollbaustoffe wie Beton und Vollziegel nehmen Spreizkräfte auf, Lochsteine brauchen Systeme, die Hohlkammern überbrücken, und Plattenbaustoffe tragen nur über Formschluss auf der Plattenrückseite. Neben dem Baustoff zählt die Aufgabe: Tragende Anschlüsse verlangen Systeme mit Verwendbarkeitsnachweis und dokumentierter Bemessung, während sich leichte Konsolen und Installationen mit Universal- oder Spreizdübeln wirtschaftlich montieren lassen. Die Übersicht ordnet die wichtigsten Dübelarten ihren Einsatzfeldern zu.

Dübelart Typische Untergründe Typischer Einsatz
Universal- und Allzweckdübel Beton, Voll- und Lochstein, Gipskarton leichte bis mittlere Lasten wie Leuchten, Regale, Kabelkanäle
Schwerlastdübel und Schwerlastanker gerissener und ungerissener Beton Metallkonstruktionen, Konsolen, Stützen, Geländer
Betonschrauben Beton, druckfester Naturstein justierbare Befestigungen ohne Spreizdruck
Einschlagdübel ungerissener Beton Gewindestangen-Abhängungen, Trassen, Mehrfachbefestigung
Hohlraumdübel Hohlwände, Hohldecken, Plattenbaustoffe Regale, Konsolen, Rohrschellen im Trockenbau
Gipskartondübel Gipskarton- und Leichtbauplatten leichte Anbauteile ohne Vorbohren
Rahmendübel Beton, Voll- und Lochstein Fassaden- und Unterkonstruktionen, Fenster
Porenbetondübel Porenbeton (Gasbeton) Konsolen, Sanitär- und Elektromontagen
Dämmstoffbefestigungen Dämmplatten auf tragendem Grund WDVS- und Fassadendämmung
Chemische Befestigungssysteme Beton, Mauerwerk, Porenbeton spreizdruckfreie Verankerung hoher Lasten

Wer den Verankerungsgrund nicht kennt, bestimmt ihn vor der Montage: Der Fachartikel Wandmaterial ermitteln – so geht's zeigt, wie sich der Baustoff anhand von Bohrmehl und Bohrfortschritt einordnen lässt. Einen kompakten Einstieg in die Systemlogik bietet Befestigen einfach gemacht: fünf Dübel-Systeme decken über 100 Anwendungen ab und vereinfachen Auswahl wie Lagerhaltung.

Ein Sonderfall ist Porenbeton, im Sprachgebrauch oft Ytong genannt: Für Konsolen, Sanitärobjekte und Elektromontagen im Gasbeton verankert sich der Porenbetondübel W-GB großflächig im porigen Stein; für schwerere Anschlüsse übernehmen Porenbetonanker aus Metall oder Injektionssysteme die Aufgabe. Wer regelmäßig zwischen Beton-, Mauerwerks- und Trockenbau-Baustellen wechselt, fährt mit einer kleinen Auswahl abgestimmter Systeme deutlich sicherer als mit einem einzigen vermeintlichen Alleskönner.

Werkstoffwahl nach Einsatzort: Galvanisch verzinkte Dübel und Anker sind für trockene Innenräume vorgesehen; für Außenbereich, Feuchträume und Meeresnähe stehen Ausführungen in Edelstahl A4 und hoch korrosionsbeständigem Stahl 1.4529 zur Verfügung.

Schwerlastdübel und Schwerlastanker: mechanische Verankerungen für Beton

Wenn Stützen, Stahlträger oder Maschinen sicher stehen müssen, ist der Dübel das entscheidende Bauteil: Mechanische Schwerlastdübel führen die Kräfte drehmomentkontrolliert in den Beton ein. Als Stahlanker in verzinkter, A4- und HCR-Ausführung decken sie gerissenen wie ungerissenen Beton der Festigkeitsklassen C20/25 bis C50/60 ab – viele Systeme auch unter seismischer Beanspruchung und Brandeinwirkung.

Fixanker: sofort belastbare Bolzenanker

Fixanker sind die Allrounder der Schwerlastbefestigung: Durchsteckmontage, sofortige Belastbarkeit und kleine Achs- und Randabstände machen sie zur schnellen Lösung für Konsolen, Fußplatten, Geländer und Holzkonstruktionen. Das Fixanker-Programm für gerissenen Beton deckt Dübeldurchmesser von 6 bis 27 mm und Schlüsselweiten von 10 bis 41 mm ab; die Serie W-FAZ (ETA-99/0011) bildet darin den Kern, der W-FAZ PRO (ETA-20/0229) erreicht dank variabler Verankerungstiefe höchste Lastwerte pro Anker und reduziert Bewehrungstreffer beim Bohren. Für dynamische Lasten – etwa Schwenkkrane oder Förderanlagen – steht die Dynamic-Ausführung mit ETA-20/0486 bereit. Die Spannweite des Programms reicht von kompakten 6-mm-Ankern bis zu 27-mm-Formaten mit 340 mm Länge. Ergänzend deckt der Fixanker für ungerissenen Beton mit ETA-02/0001 wirtschaftliche Standardanwendungen in der Betondruckzone ab – wahlweise mit kleiner oder großer U-Scheibe und in feuerverzinkter Ausführung.

Betonschrauben: justierbare Verankerung ohne Spreizdruck

Betonschrauben schneiden sich ihr Gewinde direkt in den Beton und kommen ohne Spreizdruck aus – das erlaubt kleinste Achs- und Randabstände. Die W-BS 2 (ETA-16/0043, ETA-16/0128) bietet drei Verankerungstiefen und lässt sich bis zu zweimal nachjustieren, um Geländer oder Ankerplatten exakt auszurichten. Montiert wird ohne Drehmomentkontrolle und ohne Aushärtezeiten, die Verbindung bleibt demontierbar. Gewindedurchmesser von 6,5 bis 16 mm und Längen von 35 bis 160 mm decken vom Installationswinkel bis zur Fußplatte ein breites Feld ab; Ausführungen mit Sechskantkopf, Pan Head oder Innengewinde passen sich dem Anbauteil an.

Einschlagdübel: schnelle Montage an der Decke

Einschlagdübel wie der W-ED (ETA-05/0120, ETA-02/0044) werden mit geringer Bohrlochtiefe gesetzt und über ein Spreizwerkzeug verspannt – mit optischer Setzkontrolle und Handschutz. Das Anbauteil wird anschließend über eine Befestigungsschraube oder Gewindestange montiert, die Verbindung bleibt lösbar. Als Mehrfachbefestigung nicht tragender Systeme (M6 bis M16) sind sie die Standardlösung für Rohrleitungen, Kabeltrassen und Montageschienen an der Betondecke. Die Ausführungen reichen vom W-ED mit Bund über Varianten für Kernbohrgeräte bis zum maschinell gesetzten Einschlagdübel.

Für höchste Einzellasten ergänzen Hochleistungsanker mit ETA-02/0031 das Programm – als Gewindebolzen sowie mit Senkkopf- oder Sechskantschraube. Für Deckeninstallationen im SHK- und Elektrobereich bietet die Welt der Metalldübel für Beton kompakte Deckennägel und Schlagdübel mit kleinen Bohrdurchmessern. Ob als Bolzenanker, Schwerlastanker oder Stahlanker bezeichnet – gemeint ist stets die mechanische Schwerlastbefestigung mit dokumentiertem Tragverhalten.

Die Auswahltabelle bündelt die Kaufentscheidung: Welches System trägt wo – und wie schnell ist es einsatzbereit?

System Beton gerissen Sofort belastbar Nachjustierbar Werkstoffe Nachweis (ETA)
Fixanker W-FAZ ✅ ✅ ❌ verzinkt, A4, HCR ETA-99/0011
Fixanker W-FAZ PRO ✅ ✅ ❌ (variable Setztiefe) verzinkt, A4, HCR ETA-20/0229
Betonschraube W-BS 2 ✅ ✅ ✅ (bis 2×) verzinkt, A4 ETA-16/0043, ETA-16/0128
Einschlagdübel W-ED Mehrfachbefestigung ✅ ✅ ❌ (lösbar) verzinkt, A4 ETA-05/0120, ETA-02/0044
Hochleistungsanker ✅ ✅ ❌ verzinkt, A4 ETA-02/0031
Ankerstange W-VIZ (Injektion) ✅ ❌ (Aushärtung) ❌ verzinkt, A4, HCR ETA-Bewertung je System

Vor und nach der Montage gilt: Untergrund prüfen, Bohrloch reinigen, Setzangaben des jeweiligen Produktdatenblatts einhalten – dann liefern mechanische Dübel reproduzierbare Ergebnisse.


Hohlraumdübel und Gipskartondübel: sicherer Halt in Platte und Hohlwand

Im Trockenbau trägt nicht die Masse des Baustoffs, sondern der Formschluss hinter der Platte – der Dübel verteilt die Last auf der Plattenrückseite. Hohlraumdübel aus Metall wie der W-MH spreizen Stützelemente mit großem Anpressradius hinter der Beplankung auf und verteilen die Last großflächig. Sie eignen sich für Hohl- und Leichtbauwände aus Plattenbaustoffen sowie Hohlziegel- und Hohlkörperdecken bis 45 mm Spiegeldicke – etwa für Regale, Konsolen, Brüstungskanäle und Rohrschellen an Wand und Decke. Gesetzt wird komfortabel mit der passenden Montagezange; eine Mitdrehsicherung am Kragen verhindert das Durchdrehen im Bohrloch. Der W-MH ist mit Linsenkopf- oder Sechskantkopfschraube, mit Schraubhaken für Abhängungen sowie mit Gewindestange, Scheibe und Mutter vormontiert erhältlich – in Dübeldurchmessern von 3 bis 10 mm. Wo eine besonders große Lasteinleitungsfläche gefragt ist, ergänzt der Hohlraumdübel W-HR das Programm: Er nimmt metrische Schrauben aller Kopfformen auf, und die Schraube bleibt ohne Halteverlust lösbar. Für wechselnde Wandaufbauten bieten sich Sortimente mit mehreren Dübelgrößen samt Hand-Montagezange im Systemkoffer an.

Für Deckenmontagen verriegelt sich der Kippdübel W-KD selbst im Untergrund; über die drehbare Gewindestange lässt sich jeder Befestigungspunkt einzeln einstellen, zum Beispiel für Gefälle an abgehängten Decken. An Trapezblechdecken trägt er Punktlasten bis 0,8 kN bei Rohren und bis 1,0 kN bei anderen Befestigungen. Federklappdübel ergänzen das Programm für Untergründe mit großen Hohlräumen – die aufklappenden Flügel wirken wie Widerhaken hinter der Platte.

Für leichte Anbauteile direkt in der Gipskartonplatte stehen Gipskartondübel bereit. Der Gipskartondübel SHARK AIR aus Zinkdruckguss wird ohne Vorbohren mit dem Akku-Schrauber gesetzt, benötigt nur 15 mm Platz hinter der Platte und nimmt Dübelschrauben ebenso auf wie metrische M4-Verbindungselemente. Alternativ bietet der Gipskartondübel W-GS in Zinkdruckguss-Qualität eine Drehsicherung, die beim Herausdrehen der Schraube im Verankerungsgrund bleibt – gesetzt wird mit gängigen PZ-, AW- oder TX-Bits. So entsteht auch im Gipskarton eine formschlüssige, wieder lösbare Befestigung.


Injektionsmörtel und chemische Befestigungssysteme

Wo Spreizdruck an Grenzen stößt – bei randnahen Befestigungen, Lochstein oder sehr hohen Lasten – übernehmen chemische Dübel: Der Verbundmörtel verklebt die Ankerstange formschlüssig mit dem Baustoff, ganz ohne Spannungen im Bohrlochgrund.

Injektionsmörtel für Beton und Mauerwerk

Das Sortiment an Injektionsmörteln deckt alle gängigen chemischen Basen ab – styrolfreie Vinylester und Polyester, Pure-Epoxy sowie 2K-Hybridharze, in Gebindegrößen von 280 bis 1400 ml. Der Injektionsmörtel Allrounder WIT-VM 250 verankert in gerissenem und ungerissenem Beton (Erdbeben C1), in Voll- und Lochstein-Mauerwerk mit Siebhülse sowie in Gasbeton und übernimmt nachträglich eingemörtelte Bewehrungsanschlüsse. Für Winterbaustellen verarbeitet der Injektionsmörtel WIT-NORDIC Kartuschen bei Umgebungs- und Mörteltemperaturen bis −20 °C. Der Injektionsmörtel WIT-PE 1000 auf Pure-Epoxy-Basis übernimmt nachträglich eingemörtelte Bewehrungsanschlüsse und das Verankern von Gewindestangen in Naturstein. Praktisch für die Baustelle: Der Betonspezialist WIT-VIZ arbeitet mit wiederverwendbarer Kartusche – nach dem Austausch des Statikmischers oder dem Aufsetzen der Verschlusskappe lässt sich der angebrochene Mörtel weiterverwenden.

Ankerstangen, Innengewindeanker und Siebhülsen

Zum System gehören die passenden Stahlkomponenten: Ankerstangen wie die W-VIZ-A (M8 bis M24) tragen in gerissenem und ungerissenem Beton, lassen sich in Durchsteck- und Vorsteckmontage setzen und sind – je nach Größe – auch im nassen Beton und im wassergefüllten Bohrloch einsetzbar. Alternativ nehmen Innengewindeanker Schrauben flexibel wieder lösbar auf. In Lochstein verhindern Siebhülsen, dass der Mörtel in den Hohlkammern verläuft. Wer statt der Systemkomponente eine handelsübliche Gewindestange mit Abnahmeprüfzeugnis 3.1 einmörtelt, findet die zulässigen Kombinationen im jeweiligen Produktdatenblatt. Als vordosierte Alternative stehen Verbundankerpatronen für die Einzelbefestigung bereit; für ermüdungsrelevante, dynamische Einwirkungen – Schwenkkrane, Kranbahnen oder Förderanlagen – sind eigene Dynamic-Ankerstangen auf den Betonspezialisten WIT-VIZ abgestimmt.

Über die klassische Verankerung hinaus reicht die Bauwerksverstärkung und Bauwerksanierung: Verbundankerschrauben der Serie RELAST verstärken bestehende Stahlbetonbauteile nachträglich gegen Querkraft – mit Nachweisen wie Z-15.1-344, in Zink-Lamellen-Ausführung, mit Gewindedurchmessern von 18,6 und 24,3 mm und Längen bis 750 mm. Damit lassen sich Bestandsbauwerke ertüchtigen, ohne sie neu zu bauen.


Universaldübel, Rahmendübel und Spezialdübel für besondere Baustoffe

Nicht jeder Dübel muss Schwerlasten tragen. Für die tägliche Montagearbeit zählen schnelle, universelle Befestigungslösungen – und Spezialdübel, die auf Dämmstoff, Fassade oder Schallschutz zugeschnitten sind.

Universaldübel und Spreizdübel aus Kunststoff

Klassische Spreizdübel verankern sich durch das Eindrehen der Schraube im Bohrloch – als Kunststoffdübel aus Polyamid, Polyethylen oder Polypropylen in Durchmessern von 5 bis 20 mm und Längen von 28 bis 160 mm, wahlweise mit oder ohne Kragen beziehungsweise Bund. Ein Universaldübel wie der Zweikomponenten-Allzweckdübel Shark TWIST verknotet sich achtfach in Hohlräumen und spreizt in Vollbaustoffen: Er wird ohne Hammer bündig gesetzt, ist resistent gegen Verrottung und Witterungseinflüsse und nimmt je Dübelgröße mehrere Schraubendurchmesser auf – vom Holzgewinde bis zur metrischen Schraube für Abhängungen der Sanitärinstallation. Für Befestigungen mit metallischem Dübelkörper – etwa in Messing oder Federstahl – führt das Sortiment eigene Metalldübel, ergänzt um Ausführungen in Edelstahl A2.

Rahmendübel und Langschaftdübel für Fassade und Fenster

Rahmendübel – auch als Langschaftdübel geläufig – befestigen Unterkonstruktionen, Dachlattungen und Fensterrahmen durch die lange Kunststoff-Dübelhülse direkt durch das Bauteil hindurch. Der Kunststoff-Rahmendübel W-UR F 14 SymCon verspreizt seine Zähne in vier Richtungen und bietet mehrere Setztiefen für Beton (40, 50, 70 mm) und Mauerwerk (50, 70 mm) – mit ETA-Bewertungen wie ETA-08/0190 und ETA-11/0309 für Voll- und Lochstein. Gesetzt wird der Dübel direkt durch das Bauteil hindurch: vorbohren, durchstecken, anschrauben. Metallische Rahmendübel ergänzen das Programm für direkt geschraubte Montagen. Für die Gerüstverankerung stehen eigene Rahmendübel-Ausführungen samt passender Ösenschrauben bereit.

Dämmstoffdübel und Befestigungen an gedämmten Fassaden

Dämmstoffdübel halten Dämmplatten am tragenden Untergrund: Der Dämmstoffdübel mit Spreiznagel W-DSD mit 50- oder 90-mm-Teller wird in der Durchsteckmontage gesetzt, ist temperaturbeständig von −40 bis +80 °C und für harte, selbsttragende Dämmstoffe wie Hartschaumplatten ausgelegt. Metall-Dämmstoffdübel übernehmen Anwendungen mit geprüftem Feuerwiderstand. Sollen Markisen, Wallboxen oder Leuchten nachträglich an der bereits gedämmten Fassade montiert werden, vermeiden Befestigungen an gedämmter Fassade mit Abstandsmontagesystemen Wärmebrücken und Dämmschäden: Die Systeme führen die Last durch die Dämmebene hindurch in den tragenden Untergrund, ohne die Dämmwirkung zu unterbrechen.

Eine Sonderrolle spielen Schallschutzdübel wie der W-SSD in den Ausführungen Typ MB und Typ OB: Sie entkoppeln Anbauteile akustisch vom Baustoff und werden bevorzugt in Gebäudetechnik, Heizungs- und Sanitärinstallation eingesetzt, wo Rohrleitungen Körperschall übertragen.


Würth Dübeltechnik: Systemkompetenz von der Bemessung bis zur Montage

Eine tragfähige Verankerung entsteht nicht erst am Bohrloch – sie beginnt bei der Auswahl und Bemessung. Würth begleitet Handwerk, Industrie und Planung entlang der gesamten Befestigungsaufgabe mit Werkzeugen, Wissen und persönlicher Unterstützung:

  • Digitale Produktauswahl: Der Dübel-Finder führt über Montageart, Baustoff und Last in wenigen Schritten zum passenden Dübel – direkt bestellbar im Online-Shop.
  • Bemessung nach aktuellen Regeln: Die Dübel-Bemessungssoftware wählt automatisch den wirtschaftlichsten Anker für Beton und Mauerwerk – inklusive der Sonderfälle Brand und Erdbeben sowie FEM-Ankerplattenbemessung.
  • Zuglastversuche vor Ort: Bei unbekanntem oder kritischem Untergrund liefern Baustellenversuche Zug- und Querlastwerte direkt am Bauwerk – mit Analyse und Ankerempfehlung.
  • Kostenfreier Bemessungsservice: Der Bemessungsservice Bautechnik übernimmt die Produktvorbemessung für Verankerungen und liefert das Ergebnis prüffähig per E-Mail.
  • Fachwissen für die Praxis: Die Grundregeln der Dübeltechnik bündeln Untergrundbestimmung, Bohrlochreinigung, Setztiefe und Drehmoment in einem Praxisleitfaden.
  • Ausschreibung ohne Mehraufwand: Geprüfte Ausschreibungstexte zu den Befestigungssystemen stehen in allen gängigen Formaten von GAEB bis DATANORM bereit.
  • Persönliche Fachberatung: Über den Kontakt für Ingenieure, Planer und Architekten unterstützen Würth Fachingenieure von der ersten Idee bis zur Ausführung.

So wird aus einzelnen Dübeln ein durchgängiges Befestigungssystem – ausgewählt, bemessen, dokumentiert und montiert mit einem Partner.


Mechanische oder chemische Dübel: die Auswahl nach Last und Untergrund

Am Ende entscheiden Last, Untergrund und Bauablauf darüber, welcher Dübel der richtige ist: Wer sofort weiterarbeiten will, wählt mechanisch; wer randnah, in Lochstein oder mit höchsten Lasten verankert, injiziert. Die Gegenüberstellung zeigt die Kernunterschiede der beiden Welten:

Kriterium Mechanische Dübel und Anker Chemische Befestigungssysteme
Belastbarkeit sofort nach der Montage nach Aushärtung des Mörtels
Wirkprinzip Spreizung oder Gewindeformschluss spreizdruckfreier Verbund
Achs- und Randabstände systemabhängig, bei Betonschrauben klein klein – geeignet für randnahe Befestigungen
Typische Untergründe Beton, druckfester Naturstein Beton, Voll- und Lochstein, Gasbeton
Montageaufwand bohren, setzen, verspannen bohren, reinigen, injizieren, aushärten lassen
Demontage je nach System lösbar dauerhaft

Zur sauberen Verarbeitung chemischer Systeme gehört die Bohrlochreinigung mit Ausblasgeräten und Bürsten – sie ist Voraussetzung für die Tragwerte aus der jeweiligen ETA-Bewertung. Auch die Werkzeugseite gehört zum System: Maßhaltige Bohrlöcher entstehen mit Bohrern, deren Nenndurchmesser exakt zum Dübel passt, und für Serienmontagen beschleunigen Setz- und Maschinenwerkzeuge die Arbeit. Angaben zu Bohrernenndurchmessern, Setztiefen und Schraubenzuordnung entnehmen Sie dem jeweiligen Produktdatenblatt.

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Rund um die Verankerung greifen Werkzeug und Zubehör ineinander – von der Bohrlochherstellung bis zur eingemörtelten Stange:

Bohrer und Meißel Gewindestangen, Gewindestücke und Muffen Hohlraumdübel Gipskartondübel Schlagdübel Schwerlastdübel M10 Schwerlastanker M10 Dübel für Porenbeton

Vom Universaldübel für die Werkstattwand bis zum seismisch bewerteten Injektionssystem für den Ingenieurbau: Das Dübeltechnik-Sortiment von Würth deckt jede Befestigungsaufgabe ab – mit prüffähigen Nachweisen, passendem Zubehör und Services, die Auswahl und Bemessung beschleunigen. Bestellen Sie Ihre Dübel bequem online und kombinieren Sie sie direkt mit Bohrern, Schrauben und Montagewerkzeug.


Häufige Fragen zu Dübeln

Antworten auf die häufigsten Fragen rund um Auswahl, Untergrund und Montage von Dübeln – kompakt für die Praxis.

Die Dübelwahl richtet sich nach dem Verankerungsgrund: In Beton tragen Schwerlastdübel, Betonschrauben und Injektionssysteme, in Voll- und Lochstein Rahmendübel und Injektionsmörtel mit Siebhülse. Plattenbaustoffe wie Gipskarton verlangen Hohlraum- oder Gipskartondübel, Porenbeton eigene Porenbeton-Dübel und Dämmstoffe spezielle Dämmstoffdübel. Universaldübel decken leichte bis mittlere Lasten in den meisten gängigen Baustoffen ab.

In Hohlwänden und Hohldecken tragen Metall-Hohlraumdübel, Kippdübel und Federklappdübel, die sich formschlüssig hinter der Platte verankern. Für leichte Anbauteile direkt in der Gipskartonplatte eignen sich Gipskartondübel – der SHARK AIR wird ohne Vorbohren mit dem Akku-Schrauber gesetzt und benötigt nur 15 mm Platz hinter der Platte. Metall-Hohlraumdübel wie der W-MH sind für Plattenbaustoffe und Hohlkörperdecken bis 45 mm Spiegeldicke ausgelegt.

Porenbeton (Gasbeton) ist porös und braucht Dübel, die sich großflächig im Stein verankern – etwa Porenbetondübel oder Porenbetonanker. Alternativ verankern Injektionssysteme wie der Injektionsmörtel Allrounder WIT-VM 250 spreizdruckfrei auch in Porenbeton. Standard-Spreizdübel für Vollbaustoffe erreichen in Porenbeton dagegen keine verlässlichen Haltewerte.

Fixanker sind Bolzenanker für die Durchsteckmontage: setzen, verspannen, sofort belasten. Einschlagdübel werden mit geringer Bohrlochtiefe eingeschlagen und nehmen anschließend eine Schraube oder Gewindestange auf – typisch für Trassen und Abhängungen an der Decke. Betonschrauben schneiden ihr Gewinde direkt in den Beton, kommen ohne Spreizdruck aus und lassen sich nachjustieren und demontieren.

Chemische Befestigungssysteme arbeiten spreizdruckfrei und eignen sich deshalb für randnahe Befestigungen, kleine Achsabstände und hohe Lasten. Sie verankern in gerissenem und ungerissenem Beton, mit Siebhülse auch in Lochstein und Gasbeton. Zu beachten ist die Aushärtezeit: Belastet wird erst, wenn der Injektionsmörtel vollständig ausgehärtet ist.

Galvanisch verzinkter Stahl ist für trockene Innenräume vorgesehen. Edelstahl A4 eignet sich für den Außenbereich und Feuchträume, einschließlich Industrieatmosphäre und Meeresnähe, sofern keine besonders aggressiven Bedingungen vorliegen. Hoch korrosionsbeständiger Stahl 1.4529 (HCR) ist die Wahl für dauerhaft korrosiv beanspruchte Anwendungen.

Bei Kunststoffdübeln entspricht der Bohrernenndurchmesser in der Regel dem Dübeldurchmesser – ein 10-mm-Dübel braucht das 10-mm-Bohrloch. Die zugehörigen Schraubendurchmesser, Setztiefen und Bohrlochangaben entnehmen Sie dem jeweiligen Produktdatenblatt. Für Kunststoffdübel empfiehlt Würth speziell abgestimmte Dübelschrauben, damit der Dübel seine volle Tragkraft erreicht.

Sollten darüber hinaus noch Fragen offen bleiben, unterstützt Sie Würth mit weiteren Informationen und persönlicher Beratung.