Gewindeschrauben

Auf der Suche nach Gewindeschrauben aus Stahl, Edelstahl, Messing oder Polyamid? Mit Voll- oder Teilgewinde? Mit Sechskant-, Zylinder- oder Flachkopf? Bei Würth finden Sie Gewindeschrauben in allen gängigen Größen, Werkstoffen und Gewindeausführungen. Einfach und bequem können Sie in unserem Online-Shop nach Durchmesser, Länge, Kopfform, Festigkeitsklasse, Normen und passend zu vielen weiteren Anforderungen auswählen. So finden Sie im Handumdrehen für jede Verbindung die richtige Schraube von Würth, ob für die Serienmontage oder die einzelne Reparatur.

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Gewindeschrauben: metrische Verbindungen für Metall, Maschinenbau und Montage

Gewindeschrauben sind Schrauben mit einem durchgehenden oder teilweisen Außengewinde, die zwei oder mehr Bauteile kraftschlüssig und wieder lösbar verbinden. Sie greifen in ein vorgeschnittenes Innengewinde oder werden mit einer Mutter verspannt. Anders als Holz- oder Blechschrauben formen sie ihr Gegengewinde nicht selbst, sondern setzen ein metrisches Gewinde oder ein Zollgewinde nach Norm voraus. Damit sind sie die Standardverbindung im Maschinenbau, in der Metallmontage und überall dort, wo definierte Vorspannkräfte und Wiederverwendbarkeit zählen.


Welche Arten von Gewindeschrauben gibt es?

Gewindeschrauben lassen sich nach Gewindeausführung und Kopfform unterscheiden. Die Gewindeausführung bestimmt, wie viel der Schaftlänge ein Gewinde trägt. Die Kopfform entscheidet über Werkzeug, Krafteinleitung und Optik.

Typ Merkmal Typischer Einsatz
Vollgewindeschraube Gewinde über die gesamte Schaftlänge flexible Klemmlängen, durchgehende Verschraubung
Teilgewindeschraube Gewinde nur am unteren Schaftteil tragende Verbindungen mit definiertem Klemmbereich
Gewindestift ohne Kopf durchgehendes Gewinde, kein Kopf Fixieren von Naben, Stellringen und Wellen

Die Vollgewindeschraube trägt ihr Gewinde über den kompletten Schaft und eignet sich für wechselnde Klemmlängen. Bei tragenden Verbindungen greifen Profis oft zur Teilgewindeschraube mit glattem Schaftansatz. Gewindeschrauben ohne Kopf, also Gewindestifte, sichern Bauteile über Druck statt über einen Kopf.

Bei den Kopfformen sind vor allem drei Varianten gefragt:

Sechskant-Gewindeschrauben: Sie lassen sich mit Gabel- oder Ringschlüssel gut greifen und übertragen hohe Anzugsmomente.

Flachkopf-Gewindeschrauben: Sie liegen flach auf und eignen sich für bündige, platzsparende Verbindungen.

Innenantrieb: Innensechskant-Schrauben oder Torx bringen hohe Momente auf engem Bauraum ein.

Gewindeform: Regel- oder Feingewinde

Bei der Gewindeform haben Sie die Wahl zwischen Regelgewinde und Feingewinde.

Grobe Regelgewinde:

✓ unempfindlicher gegen Beschädigung und Schmutz

✓ lassen sich schneller montieren

✓ die richtige Wahl für die meisten Montagen

✓ eignen sich für weichere Werkstoffe

Feingewinde:

✓ höhere Vorspannkraft bei gleichem Durchmesser

✓ sichern sich besser gegen selbsttätiges Lösen, etwa bei Vibrationen im Maschinenbau

Praxistipp: Setzen Sie Vollgewindeschrauben, wo die Klemmlänge variiert oder unbekannt ist. Für tragende, auf Scherung belastete Verbindungen ist die Teilgewindeschraube mit glattem Schaft die stabilere Lösung, weil der Kraftfluss nicht über die Gewindekerben läuft.

Wo liegt der Unterschied zwischen Gewindeschrauben und anderen Schrauben?

Gewindeschrauben unterscheiden sich von anderen Schrauben vor allem durch ihr genormtes Gewinde, metrisch oder in Zoll, und die lösbare Verbindung. Sie schneiden kein eigenes Gegengewinde, sondern verspannen sich in einem vorhandenen Innengewinde oder gegen eine Mutter.

Unterschiede zu Holzschrauben: Holzschrauben formen ihr Gewinde beim Eindrehen selbst ins Material. Gewindeschrauben brauchen ein passendes Innengewinde oder eine Mutter.

Unterschiede zu Blechschrauben: Blechschrauben furchen sich ihr Gewinde in dünnes Blech. Gewindeschrauben setzen ein definiertes Normgewinde voraus.

Wiederverwendbarkeit: Die lösbare Verbindung lässt sich mehrfach öffnen und schließen, ohne dass das Gewinde ausreißt.

Reine Gewindeschrauben für Holz gibt es nicht, weil ihr metrisches Gewinde ein metallisches Gegenstück braucht. Für Verschraubungen direkt im Holz sind daher die Schrauben für Holzanwendungen die richtige Wahl. Metrische Gewindeschrauben kommen erst dort ins Spiel, wo eine Metallseite oder ein Dübel das passende Gegengewinde stellt.

Welche Größen gibt es und wie werden Gewindeschrauben gemessen?

Gewindeschrauben werden über ihren Gewindedurchmesser, die Steigung und die Länge gemessen. Bei metrischen Schrauben steht das „M" für den Nenndurchmesser in Millimetern. M3 bedeutet, dass es sich um 3 mm Gewindeschrauben handelt. Wenn Sie M8 kaufen, erhalten Sie 8 mm Gewindeschrauben. Bei Zollgewinden wird der Durchmesser in Zoll angegeben.

Größe Nenndurchmesser Typischer Einsatz
M3 3 mm Feinmechanik, Elektronik, kleine Gehäuse
M4 4 mm leichte Bauteile, Blechverbindungen
M6 6 mm allgemeiner Maschinen- und Gerätebau
M8 8 mm mittlere Lasten, Rahmen und Halterungen
M10 10 mm tragende Verbindungen, Stahlbau

Gewindeschrauben mit 2 mm Durchmesser sind das kleinste gängige Maß für die Feinmechanik. Gewindeschrauben der Größe M3, also mit 3 mm Durchmesser, decken Elektronik und kleine Gehäuse ab. Gewindeschrauben in M4 eignen sich für leichte Blechverbindungen. Im allgemeinen Gerätebau sind Gewindeschrauben der Größe M6 der Standard. Gewindeschrauben in M8 übernehmen mittlere Lasten. Wer Zollwerkzeug oder Importteile verbaut, findet Gewindeschrauben in 1/4 Zoll für kleinere und Gewindeschrauben in 5/8 Zoll für größere Durchmesser.

Metrische Gewinde und Zollgewinde passen nicht zusammen. Deshalb sollten Sie beide Systeme sauber trennen. Im Würth Online-Shop finden Sie sie unter den metrischen Schrauben und Zollschrauben, wo das gesamte Gewindeschrauben-Sortiment nach Größe filterbar ist.

Achtung: Metrische Gewinde und Zollgewinde sehen sich zum Verwechseln ähnlich. Wer eine metrische Schraube in ein Zollgewinde zwingt, beschädigt beide Gewinde. Prüfen Sie im Zweifel Steigung und Durchmesser mit einer Gewindelehre.

Welche Materialien und Festigkeitsklassen haben Gewindeschrauben?

Gewindeschrauben bestehen meist aus Stahl oder Edelstahl. Der Werkstoff und seine Festigkeitsklasse bestimmen, wie viel Last die Verbindung trägt und wie gut sie gegen Korrosion geschützt ist.

Werkstoff Festigkeit / Norm Korrosionsschutz Einsatz
Stahl verzinkt 8.8, 10.9 galvanisch verzinkt Innenbereich, hohe Lasten
Edelstahl A2 ISO 3506 rostfrei innen und geschützter Außenbereich
Edelstahl A4 ISO 3506 rostfrei, seewasserfest Außenbereich, Chlorid-Belastung
Stahl brüniert je nach Klasse gering, schwarz trockener Innenbereich, Optik

Gewindeschrauben aus Stahl tragen hohe Lasten. Die Festigkeitsklasse steht auf dem Kopf: 8.8 deckt die meisten Montagen ab, 10.9 kommt bei hoch belasteten Verbindungen zum Einsatz. Für Feuchte und Außeneinsatz wählen Sie Gewindeschrauben aus Edelstahl nach ISO 3506, in A2 für geschützte und A4 für stark korrosive Umgebungen. Edelstahl-Gewindeschrauben in M6 und Edelstahl-Gewindeschrauben in M8 gehören zu den meistgefragten Größen für Fassade, Geländer und Außenmontage. Wo die Optik zählt, sind schwarze, brünierte Gewindeschrauben eine Alternative. Ihr Korrosionsschutz ist allerdings gering.

Gewindeschrauben zählen zu den meistgenutzten Verbindungselementen im Metallbau. Für den Außenbereich bestellen Sie bei Würth die passende Edelstahlvariante in A2 und A4.

Praxistipp: Kombinieren Sie im Außenbereich nur gleiche oder verträgliche Werkstoffe. A4-Edelstahl gehört an die Küste und ins Chloridumfeld, A2 reicht im geschützten Bereich. Eine 10.9-Stahlschraube erreicht in Edelstahl keine vergleichbare Festigkeit. Verwechseln Sie die Klassen nicht.

Welche Gewindeschraube eignet sich für welchen Einsatzbereich?

Die passende Gewindeschraube wählen Sie in vier Schritten, vom Werkstoff bis zur Länge. So finden Sie zuverlässig die richtige Verbindung für Ihren Anwendungsfall.

1. Werkstoff und Korrosionsschutz: Innen genügt verzinkter Stahl, im Außenbereich wählen Sie Edelstahl A2 oder A4.

2. Größe und Festigkeit: Richten Sie Durchmesser und Festigkeitsklasse nach der Last. Für tragende Verbindungen im Stahlbau sind Gewindeschrauben der Größe M10 in 8.8 oder 10.9 üblich.

3. Kopfform und Antrieb: Sechskant für hohe Momente, Flachkopf für bündige Verbindungen, Innenantrieb für engen Bauraum.

4. Länge und Verspannung: Die Schraube muss das Bauteil sicher durchdringen und genug Gewinde für Mutter oder Innengewinde bieten.

Für lösbare Verbindungen ohne vorhandenes Innengewinde kombinieren Sie Gewindeschrauben mit passender Mutter. Wer regelmäßig unterschiedliche Größen braucht, greift zum Gewindeschrauben-Set mit gestuften Längen und Durchmessern. Für die Verbindung von Holz- und Metallseite eignen sich Dübelschrauben mit zwei unterschiedlichen Gewinden. Unter der Mutter verteilen Scheiben die Kraft auf das Bauteil und schützen die Oberfläche.

Im Würth Online-Shop bestellen Sie die passende Gewindeschraube für jeden dieser Schritte, filterbar nach Werkstoff, Größe und Kopfform.

Praxistipp: Achten Sie auf die Klemmlänge. Bei Teilgewindeschrauben muss der glatte Schaft die zu verbindenden Bauteile durchdringen, das Gewinde greift erst in Mutter oder Innengewinde. Ist der Schaft zu lang, lässt sich die Verbindung nicht vorspannen.

FAQ - Häufige Fragen zu Möbelschrauben

Wie heißen Schrauben mit Gewinde?

Schrauben mit Gewinde heißen Gewindeschrauben. Der Begriff bezeichnet jede Schraube mit genormtem Außengewinde, die sich in ein Innengewinde oder gegen eine Mutter verspannt. Gebräuchlich sind auch die Bezeichnungen Gewinde-Schraube oder metrische Schraube. Gemeint ist damit fast immer eine Schraube mit metrischem Gewinde nach ISO-Norm.

Wie heißt das Gegenstück zum Gewinde?

Das Gegenstück zum Außengewinde der Schraube ist das Innengewinde. Es sitzt entweder in einer Mutter oder direkt in einem Bauteil mit vorgeschnittenem Gewinde. Eine normale Gewindeschraube trägt selbst nur ein Außengewinde. Eine Schraube mit Innengewinde und Außengewinde zugleich gibt es nur als Sonderteil, etwa als Distanzbolzen oder Einschraubmuffe.

Sind Gewindeschrauben verzinkt oder aus Edelstahl besser?

Das hängt vom Einsatzort ab. Verzinkte Stahlschrauben sind günstiger und tragen hohe Lasten, eignen sich aber vor allem für den trockenen Innenbereich. Gewindeschrauben aus Edelstahl rosten nicht und gehören in den Außenbereich, in feuchte Räume und ins Chloridumfeld. Für stark korrosive Umgebungen wählen Sie A4, für geschützte Bereiche genügt A2.

Wie ziehe ich Edelstahl-Gewindeschrauben richtig an?

Edelstahl-Gewindeschrauben ziehen Sie langsam und gleichmäßig an, am besten mit definiertem Drehmoment. Edelstahl neigt zum Kaltverschweißen. Bei zu hoher Geschwindigkeit verschweißen Schraube und Mutter und lassen sich nicht mehr lösen. Ein Schmiermittel oder eine Montagepaste senkt das Risiko deutlich.

Welche DIN/EN/ISO-Normen erfüllen unsere Gewindeschrauben?

Unsere Gewindeschrauben erfüllen die gängigen internationalen Normen. Metrische Gewinde folgen der ISO-Norm, Sechskantschrauben etwa der DIN EN ISO 4014 und 4017. Die Festigkeitsklassen von Stahlschrauben regelt die ISO 898, die von Edelstahlschrauben die ISO 3506. So sind Maße, Gewinde und Belastbarkeit eindeutig definiert.

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