Glasbohrer

Glas, Feinsteinzeug und beschichtete Keramik stellen hohe Anforderungen an das Bohrwerkzeug. Wer mit dem falschen Bohrer ansetzt, riskiert Ausbrüche, Risse oder eine zerstörte Oberfläche. Würth bietet ein abgestimmtes Sortiment an Glasbohrern und Spezialbohrern für die professionelle Anwendung – von der Scheibenreparatur in der Kfz-Werkstatt bis zur Bearbeitung von Feinsteinzeugplatten auf der Baustelle. Präzise Geometrien, hochwertige Schneidmaterialien und praxisgerechte Ausführungen machen diese Bohrer zur zuverlässigen Wahl für Handwerk und Montage.

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Glasbohrer im Überblick: Welcher Typ für welche Anwendung?

Das Würth-Sortiment unterscheidet klar zwischen Bohrern für die Scheibenreparatur und Bohrern für die Bearbeitung von Feinsteinzeug und Hartglas. Beide Bereiche erfordern unterschiedliche Werkzeuggeometrien und Schneidmaterialien. Eine Verwechslung der Typen führt zu schlechten Ergebnissen und erhöhtem Verschleiß.

Produkttyp Einsatzbereich Besonderheit
Diamantbohrer für Scheibenreparatur Kfz-Windschutzscheiben, Verbundglas Diamantbestückte Schneidkante, präziser Bohransatz
Handfräser für die Scheibenreparatur Manuelle Scheibenbearbeitung, Rissöffnung Handgeführt, für gezielte Materialabnahme
Glasbohrfräser für die Scheibenreparatur Maschinelle Scheibenbearbeitung Für den Einsatz in Bohrmaschinen, exakte Bohrgeometrie
Feinsteinzeugbohrer Polygonschaft Feinsteinzeug bis Mohs-Härte 9, Glas (kein Sicherheitsglas), Porzellan Polygonschaft verhindert Durchdrehen, trocken bohren

Glasbohrer für die Scheibenreparatur: Präzision zählt

In der Kfz-Werkstatt ist die Scheibenreparatur ein Routinevorgang – und gleichzeitig eine Arbeit, bei der das Werkzeug den Unterschied macht. Würth bietet für diesen Bereich drei aufeinander abgestimmte Werkzeugtypen:

Diamantbohrer für Scheibenreparatur: Diamantbestückte Bohrer ermöglichen saubere, kontrollierte Bohrungen in Verbundglas. Sie arbeiten mit geringem Materialabtrag und reduzieren das Risiko von Folgeschäden an der Scheibe.

Handfräser für die Scheibenreparatur: Für die manuelle Bearbeitung von Rissen und Chips. Der Handfräser erlaubt gezieltes Freilegen des Schadensbereichs, bevor die Reparaturmasse eingebracht wird.

Glasbohrfräser für die Scheibenreparatur: Für den maschinellen Einsatz konzipiert. Exakte Bohrgeometrien sorgen für gleichmäßige Ergebnisse – auch bei höherem Arbeitsaufkommen in der Werkstatt.

Alle drei Typen sind speziell auf die Anforderungen der Scheibenreparatur abgestimmt und nicht für allgemeine Glasbohrarbeiten geeignet. Würth stellt damit sicher, dass jeder Schritt im Reparaturprozess mit dem passenden Werkzeug ausgeführt werden kann.

Feinsteinzeugbohrer: Sicher bohren in härtestem Material

Feinsteinzeug gehört zu den härtesten keramischen Werkstoffen im Baubereich – mit einer Mohs-Härte von bis zu 9 überfordert es Standardbohrer innerhalb kürzester Zeit. Würth setzt hier auf eine speziell entwickelte Hartmetall-Plattengeometrie mit mehrflächigem Präzisionsanschliff. Das Ergebnis: punktgenaues Anbohren und ausbruchsfreie Bohrungen – auch in glasierten Oberflächen und Porzellan.

Polygonschaft verhindert das Durchrutschen im Bohrfutter und sorgt für optimale Drehmomentübertragung.

Blauer Farbring als Bohrtiefenanzeige direkt am Werkzeug – praktische Orientierung ohne Messen.

Trocken bohren – keine Kühlung erforderlich, geeignet für Elektro- und Akkubohrmaschinen.

Bohrlochgüte: 4 von 4 Punkten – ausbruchsfreie Ergebnisse auch in hochverdichteten Oberflächen.

Ausschließlich drehend einsetzen – kein Schlagbohren, optimaler Anpressdruck 35–45 kg.

Für Betriebe, die regelmäßig mit Feinsteinzeug arbeiten, empfiehlt sich der Einstieg über ein Set: Der Feinsteinzeugbohrer Multipack Polygonschaft 3-teilig (Art.-Nr. 0641410003) enthält die Durchmesser 6 mm (Länge 105 mm), 8 mm (Länge 106 mm) und 10 mm (Länge 107 mm) – die drei meistgenutzten Bohrgrößen für Dübellöcher und Leitungsdurchführungen. Wer ein breiteres Spektrum benötigt, greift zum Feinsteinzeugbohrer Multipack Polygonschaft 5-teilig.

Kaufkriterien: Worauf kommt es beim Glasbohrer an?

Die Auswahl des richtigen Glasbohrers hängt von mehreren Faktoren ab. Wer diese kennt, trifft die richtige Entscheidung – und vermeidet unnötigen Werkzeugverschleiß.

Kriterium Relevanz für die Praxis
Material Feinsteinzeug bis Mohs-Härte 9, Glas (kein Sicherheitsglas) und Porzellan erfordern die Hartmetall-Plattengeometrie der Feinsteinzeugbohrer. Verbundglas in der Kfz-Scheibe benötigt Spezialwerkzeug für die Scheibenreparatur.
Bohrgröße Verfügbare Durchmesser: 5, 6, 8, 10, 12 und 14 mm. Multipack-Sets decken die gängigsten Größen (6, 8, 10 mm) wirtschaftlich ab.
Drehzahl Je größer der Durchmesser, desto niedriger die Drehzahl: von max. 800 min⁻¹ (Ø 5 mm) bis max. 200 min⁻¹ (Ø 14 mm). Zu hohe Drehzahl = vorzeitiger Verschleiß.
Schaftform Polygonschaft für Feinsteinzeugbohrer verhindert Durchdrehen und optimiert die Drehmomentübertragung.
Anwendungsart Scheibenreparatur erfordert spezialisierte Bohrer – kein Austausch durch allgemeine Glasbohrer oder Feinsteinzeugbohrer.

Professioneller Einsatz: Hinweise für die Praxis

Beim Bohren in Feinsteinzeug und Glas gilt: ausschließlich drehend, nie schlagend. Der optimale Anpressdruck liegt bei 35–45 kg. Das hörbare „Schabe-Geräusch" während des Bohrvorgangs bestätigt, dass Drehzahl und Anpressdruck stimmen – ist es nicht mehr zu hören, ist das Lebensdauerende des Bohrers erreicht. Würth empfiehlt zudem, Probelöcher im Abfallmaterial der Fliese zu bohren, um Einstellungen vorab zu testen. Bei Ø 14 mm muss mit dem beiliegenden 8-mm-Bohrer vorgebohrt werden.

Für Fliesenleger und Ausbaugewerke bietet Würth mit den Feinsteinzeugbohrern im Polygonschaft-Design eine standfeste und präzise Lösung. Die Multipack-Varianten mit drei oder fünf Bohrern decken das typische Größenspektrum im Tagesgeschäft ab – wirtschaftlich und praxisnah.

Das Würth-Sortiment an Glasbohrern und Spezialbohrern ist klar nach Anwendungsbereich strukturiert: Scheibenreparatur auf der einen, Feinsteinzeug- und Glasbearbeitung auf der anderen Seite. Wer den richtigen Bohrer für seine Aufgabe wählt, arbeitet effizienter, schont das Material und verlängert die Werkzeugstandzeit. Würth stellt dafür die passenden Werkzeuge bereit – für Werkstatt, Baustelle und mobilen Einsatz

Glasbohrer - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Welchen Glasbohrer benötige ich für die Scheibenreparatur?

Für die professionelle Scheibenreparatur bietet Würth drei aufeinander abgestimmte Werkzeugtypen: Diamantbohrer für Scheibenreparatur für den maschinellen Einsatz mit präziser Bohrgeometrie, Handfräser für die manuelle Bearbeitung des Schadensbereichs sowie Glasbohrfräser für den Einsatz in Bohrmaschinen. Allgemeine Glasbohrer sind für die Scheibenreparatur nicht geeignet – die Spezialwerkzeuge sind auf die Anforderungen von Verbundglas abgestimmt.

Was ist der Unterschied zwischen einem Glasbohrer und einem Feinsteinzeugbohrer?

Glasbohrer für die Scheibenreparatur sind auf die Bearbeitung von Verbundglas und Kfz-Scheiben ausgelegt. Feinsteinzeugbohrer mit Polygonschaft hingegen sind für harte keramische Werkstoffe wie Feinsteinzeug, glasierte Fliesen und Hartglas konzipiert. Der Polygonschaft verhindert dabei das Durchdrehen im Bohrfutter. Beide Typen sollten nicht gegenseitig ausgetauscht werden, da Geometrie und Schneidmaterial auf den jeweiligen Werkstoff abgestimmt sind.

Welche Bohrgröße benötige ich für Feinsteinzeug?

Die benötigte Bohrgröße richtet sich nach dem Verwendungszweck – etwa für Dübel, Leitungsdurchführungen oder Befestigungen. Würth bietet Feinsteinzeugbohrer mit Polygonschaft als Einzelbohrer sowie in praktischen Multipack-Sets mit drei oder fünf Bohrern in verschiedenen Durchmessern. Für Betriebe mit regelmäßigem Bedarf empfehlen sich die Multipack-Varianten, da sie die gängigsten Bohrgrößen in einem Set abdecken.

Muss ich beim Bohren in Glas kühlen?

Ja. Beim Bohren in Glas und Feinsteinzeug ist ausreichende Kühlung mit Wasser empfehlenswert. Sie verhindert Überhitzung des Bohrers und thermische Risse im Material. Zudem sollte beim Bohren in Glas grundsätzlich ohne Schlagbohren und mit niedriger Drehzahl gearbeitet werden, um Ausbrüche und Materialschäden zu vermeiden.

Sind die Würth Glasbohrer auch für den Einsatz in Standardbohrmaschinen geeignet?

Die Glasbohrfräser für die Scheibenreparatur sind für den Einsatz in Bohrmaschinen ausgelegt. Feinsteinzeugbohrer mit Polygonschaft passen in Bohrfutter, die den Polygonschaft aufnehmen können – die Schaftform verhindert dabei das Durchdrehen auch bei höheren Drehmomenten. Handfräser für die Scheibenreparatur sind hingegen für die manuelle Anwendung konzipiert und nicht für den Maschineneinsatz vorgesehen.

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