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Beschläge

Beschläge von Würth verbinden, bewegen und sichern die Bauteile, an denen sich die Qualität einer Montage entscheidet. Das Sortiment reicht von Möbelscharnieren, Schubkastenzargen und Möbelgriffen über Türdrücker, Türbänder und Schiebetürbeschläge bis zu Profilzylindern, Schließanlagen und Türschlössern. Werkstoffe, Oberflächen und Verstellwege sind auf den professionellen Dauereinsatz ausgelegt: Edelstahl A2 und Aluminium für sichtbare Bauteile, verzinkter oder epoxidbeschichteter Stahl für tragende Mechanik. Wo Nachweise gefordert sind, nennen die Produktangaben die geprüften EN- und DIN-Klassen. Mit abgestimmten Systemreihen, Montagehilfen und digitalen Planungswerkzeugen liefert Würth nicht nur das Einzelteil, sondern die passende Lösung für den kompletten Auftrag.

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Beschläge im professionellen Einsatz: verbinden, bewegen, sichern

Beschläge sind die beweglichen und tragenden Verbindungspunkte einer Konstruktion. Sie entscheiden, ob eine Schranktür nach Jahren noch bündig schließt, ob ein Türblatt sich ohne Nachdrücken ins Schloss legt und ob ein Fenstergriff im Objektbetrieb Tausende Bedienzyklen übersteht. Für Handwerker im Möbel- und Innenausbau, für Türenmonteure und Objektbetreuer ist der Beschlag deshalb kein Zubehör, sondern das Bauteil mit dem höchsten Reklamationsrisiko — und gleichzeitig das Bauteil, an dem sich Montagezeit am wirksamsten einsparen lässt.

Möbelbeschläge von Würth
Möbelbeschläge von Würth

Die Anforderungen unterscheiden sich dabei deutlich. Im Möbelbau zählen Laufruhe, Dämpfung, Frontverstellung und ein Erscheinungsbild, das über die gesamte Küchen- oder Objektzeile hinweg gleich bleibt. Im Türen- und Fensterbau treten Nachweisführung, Feuerwiderstand, Barrierefreiheit und Einbruchhemmung hinzu; hier hängen an einem Beschlag geprüfte Kennwerte, die in der Abnahme nachzuweisen sind. Beide Welten treffen sich in denselben drei Grundfunktionen: Bauteile verbinden, Bewegungen führen und Öffnungen sichern.

  • Systemreihen statt Einzelteile: Scharniere, Montageplatten, Zargen, Führungen und Frontverbinder greifen innerhalb einer Serie ineinander. Bei den Tiomos-Scharnieren sind sämtliche Montageplatten mit 37 mm Lochabstand untereinander kompatibel, bei den Zargensystemen ist die Frontbefestigung über alle Bauhöhen hinweg identisch. Das hält die Zahl der mitgeführten Ausführungen auf dem Fahrzeug klein und macht Nachbestellungen eindeutig.
  • Verstellbarkeit als Zeitvorteil: Dreidimensional justierbare Türbänder und Zargen mit fünf Verstellrichtungen lassen sich nachrichten, ohne das Bauteil auszuhängen. Bei den Zargensystemen erfolgt die Frontmontage und -demontage werkzeuglos, eine Bearbeitung des Schubkastenbodens entfällt vollständig.
  • Geprüfte Kennwerte für die Abnahme: Türdrücker, Türschlösser, Türschließer, Türbänder, Profilzylinder und Fenstergriffe nennen die geprüften EN- und DIN-Klassen ihrer Ausführung — von EN 1906 über DIN 18251 bis EN 1303. Für Ausschreibung und Dokumentation entnehmen Sie diese Angaben dem jeweiligen Produktdatenblatt.

Wer Bau- und Möbelbeschläge aus einer Quelle bezieht, arbeitet außerdem mit einer durchgängigen Oberflächenlogik: Edelstahl F9, Silber F1, Verkehrsweiß RAL 9016 und Satinschwarz laufen quer durch Tür-, Fenster- und Möbelprogramm und lassen sich über ein ganzes Projekt hinweg durchhalten.

Praxisvorteil: Dreidimensional verstellbare Türbänder und fünfdimensional justierbare Zargen lassen sich nachrichten, ohne das Bauteil auszuhängen — das spart auf der Baustelle einen kompletten Montagegang.
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Möbelbeschläge: Scharniere, Auszüge, Griffe und Verbinder

Die Welt der Möbelbeschläge ist der Schwerpunkt des Sortiments. Sie deckt den kompletten Korpus ab: von der Verbindung der Platten über die Bewegung von Türen, Klappen und Auszügen bis zur sichtbaren Bedienung. Wer eine Küchenzeile, eine Objektausstattung oder eine Serienfertigung plant, legt hier zuerst die Systemreihe fest — alles Weitere ordnet sich ihr unter.

Scharniere und Klappensysteme

Möbelscharniere tragen die Fronttür und bestimmen Öffnungswinkel, Dämpfung und Fugenbild. Das Programm ist stark auf Topfscharniere ausgelegt: Stahl und Zinkdruckguss dominieren die Werkstoffe, nahezu alle Ausführungen sind vernickelt. Die Tiomos-Reihe deckt aufliegende, wendelnde und abgeschrägte Korpusse ab; die Tipmatic-Plus-Variante öffnet federunterstützt und erreicht in Verbindung mit dem passenden Pin einen Öffnungswinkel von bis zu 45° — die Voraussetzung für grifflose Fronten. Die Tiefeneinstellung läuft bei den Click-on-Ausführungen über eine Gewindeschnecke, das Scharnier lässt sich ohne Werkzeug auf die Montageplatte klipsen.

Klappensysteme übernehmen die Bewegung nach oben. Lift-, Falt- und Schwenkklappen halten die Front in jeder Position und geben Oberschränke frei, ohne dass ein aufschlagender Türflügel im Weg steht.

Schubkasten- und Zargensysteme

Schubkastenzargensysteme führen den Schubkasten und tragen die Last. Stahl ist der prägende Werkstoff, die Oberflächen sind überwiegend epoxidbeschichtet oder pulverbeschichtet; die Farbwelt folgt einem festen Raster aus Zirkon, Ice, Stone, Silber, Graphit RAL 7015 und Schneeweiß RAL 9003. Die Zargenhöhen bilden ein durchgehendes Raster von 63 über 89, 121 und 186 bis 250 mm ab — eine Zeile lässt sich damit vom flachen Besteckauszug bis zum Hochschrankauszug einheitlich durchgestalten.

Die Vionaro-V8-Reihe zeigt, worauf es bei modernen Zargen ankommt: eine 8 mm schlanke Stahlzarge mit geraden Innenseiten für maximale Platzausnutzung, fünfdimensionale Anpassung mit integrierter Neigungsverstellung sowie Seiten- und Höhenverstellung über Rastkupplung. Die Zarge kommt ohne Kunststoffteile aus und ist vollständig recycelbar. Schubkastenführungen ergänzen das Programm für Holzschubkästen und Sonderbreiten — als Teilauszug für einfache Anwendungen und als Vollauszug, wenn der Schubkasten komplett aus dem Korpus fahren soll. Sie sind überwiegend aus verzinktem Stahl gefertigt und paarweise verpackt.

Griffe, Verbinder und Schiebetürlösungen

Möbelgriffe bilden die größte Modellvielfalt der Möbelwelt. Zinkdruckguss und Edelstahl A2 führen die Werkstoffe an, ergänzt um Aluminium, Stahl und Nylon; die Oberflächen reichen von lackiert und verchromt über vernickelt und eloxiert bis pulverbeschichtet. Bügelgriffe, Muschelgriffe, Möbelknöpfe und durchgehende Griffleisten decken die gängigen Griffbilder ab, die Bohrbilder folgen fast durchgängig dem Gewindemaß M4.

Verbinder für den Möbelbau halten den Korpus zusammen — Exzenterverbinder, Gehäuse-Bolzen-Kombinationen, Bodenträger und Rückwandverbinder aus verzinktem Stahl und Zinkdruckguss, ein Teil davon nach der Werknorm WN 275. Für platzsparende Fronten stehen Schiebetürbeschläge für Möbel bereit; die Laufschienen sind in Längen bis 4.000 mm erhältlich und lassen sich mit Schließ-, Öffnungs- oder beidseitiger Dämpfung kombinieren.

Möbelbeschlag-Welt Werkstoff-Schwerpunkt Oberfläche/Farbe Typisches Raster Einsatz
Möbelscharniere Stahl, Stahl/Zinkdruckguss, Zamak vernickelt (dominierend), schwarz vernickelt Montageplatten-Lochabstand 37 mm Fronttüren, grifflose Fronten
Schubkastenzargensysteme Stahl, Stahl/Kunststoff, Aluminium Epoxy- und Pulverbeschichtung; Zirkon, Ice, Stone, Silber, Graphit Zargenhöhen 63 / 89 / 121 / 186 / 250 mm Küche, Bad, Büro, Objektzeilen
Schubkastenführungen Stahl, Polyoxymethylen verzinkt, epoxidbeschichtet Bauhöhe 37 mm als Standard Holzschubkästen, Sonderbreiten
Möbelgriffe Zinkdruckguss, Edelstahl A2, Aluminium lackiert, verchromt, vernickelt, eloxiert; schwarz, silberfarben, weiß Gewinde M4; Griffhöhen 25–35 mm sichtbare Bedienung, Designlinie
Verbinder Möbelbau Stahl, Zinkdruckguss, ABS verzinkt, vernickelt, blank Nenndurchmesser 4 mm führend Korpusverbindung, Rückwand, Böden
Klappensysteme Stahl, Kunststoff vernickelt, pulverbeschichtet Lift-, Falt-, Schwenkklappe Oberschränke, Hängeelemente
Schiebetürbeschläge f. Möbel Aluminium, Kunststoff, Stahl-Kombinationen eloxiert; schwarz, silberfarben, weiß, grau Laufschienen 1.200–4.000 mm Schränke, Raumteiler, Büromöbel

Die Tabelle zeigt die Systemlogik: Wer die Zargenreihe festlegt, hat damit Farbwelt und Bauhöhen bestimmt; Scharnier- und Griffwahl folgen anschließend dem gewünschten Fugenbild und der Bedienart.


Türbeschläge für Montage und Sanierung: Drücker, Bänder, Schließer

Bei den Baubeschlägen verschiebt sich der Schwerpunkt von der Optik zur Nachweisführung. Türblatt, Zarge, Band, Schloss und Drücker bilden eine Einheit, deren Kennwerte aufeinander abgestimmt sein müssen — besonders an Brandschutz-, Rauchschutz- und Fluchtwegtüren.

Türdrücker sind das am stärksten differenzierte Türsortiment. Edelstahl A2 (1.4301) trägt rund die Hälfte der Ausführungen, ergänzt um Aluminium, Stahl und Zinkdruckguss; die Farbwelt reicht von Silber F1 und Neusilber F2 über Edelstahl F9 bis Satinschwarz, Titangrau und Verkehrsweiß RAL 9016. Ein großer Teil der Drückergarnituren trägt die Angabe EN 1906, für Feuer- und Rauchschutztüren kommt DIN 18273 hinzu, für Fluchttürbeschläge EN 179. Unterschieden wird nach Einbausituation: Rosettengarnituren für Zimmertüren, Langschild- und Kombigarnituren für Haus- und Objekttüren, schmale Ausführungen für Rohrrahmentüren aus Aluminium oder Edelstahl. Die Rosetten-Garnitur A 905 zeigt, wie weit die Detaillösung reicht: Das Sperren erfolgt über Ziehen oder Drücken des Türdrückers ohne zusätzliche Schiebeknöpfe, die Notöffnung bleibt jederzeit möglich, und die Verbindung zwischen Drücker und Rosette hält die Winkelbewegung unter 1 mm.

Türbänder tragen das Türblatt und geben die Justage vor. Stahl und Stahl-Aluminium-Kombinationen prägen das Programm, überwiegend verzinkt oder lackiert; ein Teil der Ausführungen trägt die Klasse EN 1935. Verdeckt liegende Bänder wie das VLB 200 3-D werden in Blockrahmen, Holzfutter- oder Stahlzarge eingefräst und sind bei geschlossener Tür nicht sichtbar. Sie lassen sich in drei Richtungen verstellen, ohne den Flügel auszuhängen; verzahnte Klemmplatten verhindern ein ungewolltes Verstellen der Höhe. Für stumpf einschlagende Objekttüren sowie Brand- und Schallschutztüren ist diese Bauform die übliche Wahl.

Türschließer steuern den Schließvorgang. Gleitschienen-, Scherengestänge- und Federausführungen decken unterschiedliche Türgewichte und Einbausituationen ab; die Farben folgen dem Objektstandard Verkehrsweiß RAL 9016, Weißaluminium RAL 9006 und Edelstahl matt. Die Normangaben der Ausführungen reichen von EN 1154, EN 1155 und EN 1158 über EN 16034 und EN 16035 bis DIN 18040-1 und DIN 18040-2 für barrierefreies Bauen sowie DIN 14677 für die Instandhaltung von Feststellanlagen. Wo Brandschutztüren offen gehalten werden sollen, übernimmt eine Feststellanlage diese Funktion; der Rauchschalter ORS 142 löst dabei die Schließfolgeregelung aus. Für Doppelflügeltüren gehört die Schließfolgeregelung zwingend zum Konzept, damit die Flügel in der richtigen Reihenfolge ins Schloss fallen.

Schiebetürbeschläge öffnen den Raum, wo ein aufschlagender Flügel keinen Platz hat. Aluminium eloxiert prägt das Programm, die Farben Silberfarben, Edelstahlfarben und Schwarz decken die gängigen Innenarchitektur-Linien ab. Die Systeme sind nach Traglast und Türaufbau gestaffelt: Der Schimos 80-HN trägt 80 kg bei Türdicken von 36 bis 42 mm und Türbreiten von 625 bis 2.000 mm, hat eine Höhenverstellung von ± 5 mm am Laufwagen und kommt wegen der niedrigen Einbauhöhe ohne obere Verblendung aus. Für Glastüren stehen Ausführungen für ESG und VSG mit Traglasten von 50 bis 120 kg bereit.


Schließtechnik und Sicherung: Zylinder, Schlösser, Schutzbeschläge

Die Schließtechnik bündelt die Bauteile, an denen die Zutrittsordnung eines Gebäudes hängt. Sie wird nicht nach Optik ausgewählt, sondern nach Schließplan, Widerstandsanforderung und Zylindermaß — und sie ist der Bereich mit der dichtesten Normbelegung im gesamten Beschlagsortiment.

Profilzylinder sind fast durchgängig aus Messing gefertigt und vernickelt. Das Längenraster ist nahezu lückenlos und reicht in Fünf-Millimeter-Schritten von 60 bis über 110 mm — die passende Zylinderlänge lässt sich damit exakt auf Türblattdicke und Beschlagsaufbau abstimmen, ohne Kompromiss beim Überstand. Maßgeblich sind DIN 18252 sowie EN 1303; für Zylinder an Feuerschutzabschlüssen kommt EN 1634-1 hinzu, für elektronische Ausführungen EN 15684. Der Profil-Doppelzylinder W6X arbeitet mit einem Wendeschlüssel ohne scharfkantige Einschnitte, sechs aktiven Zuhaltungen je Zylinderseite und Spezialstiften für erhöhten Picking- und Manipulationswiderstand.

Schließanlagen heben dieselbe Technik auf die Gebäudeebene. Die Ausführungen sind nach Stiftzahl gestaffelt — 5-, 6- und 10-stiftige Systeme sowie eine federfreie Technologie —, die Werkstoffbasis ist Messing beziehungsweise Messing-Stahl, die Oberfläche durchgängig vernickelt. DIN 18252, EN 1303 und EN 1627 sind die maßgeblichen Angaben nahezu aller Ausführungen. Der Doppelzylinder W10KG steht für die obere Ausbaustufe: ein geschütztes Eigenprofil, neun druckgelagerte massive Zuhaltungen zweireihig versetzt, ein gefederter Kugelumlenkstift und mehrlagig angeordnete Hartmetallstifte gegen Bohren und Kernziehen. Jede Anlage wird kundenspezifisch gefertigt und mit Sicherungskarte als Eigentümernachweis ausgeliefert; die Abwicklung läuft ohne separaten Schließplan über die Artikelnummer.

Türschlösser sind überwiegend aus verzinktem Stahl. Die Normangaben reichen von EN 12209 für Einsteckschlösser, DIN 18251-1, -2 und -3 nach Klassen gestaffelt, EN 179 für Notausgangsverschlüsse, EN 1125 für Panikverschlüsse und EN 1627 im Zusammenhang mit einbruchhemmenden Elementen. Bei den Ausführungen dominiert das Flüsterschloss mit geräuschgedämpfter Falle, ergänzt um ein- und zweitourige Ausführungen. Die Zimmertür-, Bad- und Korridortürschlösser der Klasse 2 haben einen geschlossenen Schlosskasten mit Beschlagdurchbrüchen und eine Schlosstaschenabstützung im Drückerbereich, die höhere Drehmomente beim Verschrauben der Rosetten zulässt. Zum Schloss gehört immer das passende Schließblech in der Zarge: Es nimmt Falle und Riegel auf und bestimmt mit, wie satt die Tür ins Schloss fällt.

Im Möbelbereich übernehmen Möbelschlösser dieselbe Aufgabe im kleineren Maßstab — Zinkdruckguss und vernickelte Oberflächen prägen hier das Bild, Aufschraub-, Einsteck- und Zylinderausführungen sind links wie rechts verwendbar. Für den nachträglichen Schutz an Bestandstüren stehen Schutzbeschläge mit Langschild außen und Rosette innen bereit — im Sprachgebrauch auch Sicherheitsbeschläge genannt, weil sie den Zylinder gegen Zugriff von außen abschirmen. Ergänzend decken nachträgliche Sicherungen Türen, Fenster und Kisten ab.

Schließsystem Technik/Ausführung Werkstoff Raster Typischer Einsatz
Profilzylinder Doppel-, Halb- und Knaufzylinder; Wendeschlüssel, 6 Zuhaltungen je Seite Messing, vernickelt Längen 60–110 mm in 5-mm-Schritten Einzeltür, Nachrüstung, Austausch
Schließanlagen 5-, 6- und 10-stiftig sowie federfreie Technologie; gleich- und verschiedenschließend Messing/Stahl, vernickelt Längenraster 80–112 mm als Schwerpunkt Gebäude mit Zutrittsordnung, Objektbetrieb
Türschlösser Flüsterschloss, eintourig, zweitourig; Panik- und Notausgangsvarianten; Schließbleche Stahl, verzinkt Klassen nach DIN 18251-1/-2/-3 Zimmer-, Korridor-, Objekt- und Fluchttür
Möbelschlösser Aufschraub-, Einsteck- und Zylinderschloss; links/rechts verwendbar Zinkdruckguss, vernickelt Dorn- und Durchmesserraster 6–8 mm Schubkästen, Schränke, Büromöbel
Schutzbeschläge Sicherheitsbeschlag als Kombination Langschild außen / Rosette innen; Drücker federgelagert Edelstahl Wechsel- und Drückergarnituren Haus- und Wohnungseingangstür
Sicherungen nachträglich Zusatzschlösser, Riegel, Kistensicherungen Stahl, Zinkdruckguss anwendungsbezogen Bestandssanierung, Nachrüstung

Die Zeilen der Tabelle lassen sich kombinieren: Ein Profilzylinder passt in ein Türschloss derselben Norm, eine Schließanlage bindet mehrere Türen in denselben Schlüssel ein, und der Schutzbeschlag schirmt den Zylinder an der Eingangstür gegen Angriff ab.


Fensterbeschläge für Wohn- und Objektbereich

Bei den Fensterbeschlägen liegt der Fokus auf der Bedienung. Fenstergriffe bestehen durchgängig aus Aluminium oder Edelstahl A2 (1.4301), Letzteres für höher beanspruchte Einbausituationen. Die Oberflächen sind eloxiert oder pulverbeschichtet, die Farbwelt ist bewusst schmal gehalten und folgt mit Verkehrsweiß RAL 9016, Silber F1 und Edelstahl F9 den drei im Fensterbau üblichen Standards — das erleichtert den durchgängigen Auftritt über eine komplette Fassade.

Ein Teil der Ausführungen trägt die Klasse EN 13126-3, die die Anforderungen an Fenstergriffe beschreibt; bei abschließbaren und einbruchhemmenden Ausführungen kommt EN 1627 hinzu. Für den Wohnbereich stehen ergonomisch geformte Griffe mit angenehmer Haptik bereit, für den Objektbereich robuste Edelstahlausführungen, die auf hohe Bedienhäufigkeit und geringen Wartungsaufwand ausgelegt sind. Abschließbare Fenstergriffe sind dabei die am häufigsten nachgefragte Variante — sie lassen sich sowohl im Neubau als auch in der Sanierung ohne Eingriff in den Flügelbeschlag tauschen.

Ergänzend gehören Stoßgriffe aus Edelstahl zum Programm. Sie sind für Vollblatt-, Glas- und Rahmentüren konzipiert und übernehmen an stark frequentierten Eingängen die Aufgabe, die im Wohnbereich der Drücker erfüllt.


Küchen- und Innenausstattung: Auszüge, Mülltrennung, Regalsysteme

Über den reinen Beschlag hinaus deckt das Sortiment die funktionale Innenausstattung ab — jene Bauteile, die den Stauraum erst nutzbar machen. Die Schrankinnenausstattung für die Küche umfasst Hochschrankauszüge, Eck- und Drehlösungen sowie Besteck- und Ordnungseinsätze. Stahl-Holz-Kombinationen und reiner Stahl prägen die tragenden Teile, die Oberflächen sind pulverbeschichtet oder verchromt, die Farbwelt folgt Anthrazit, Schwarz, Weißaluminium RAL 9006 und Weiß. Korpusbreiten von 250 bis 500 mm und Auszugstiefen um 458 bis 480 mm decken die gängigen Küchenraster ab.

Mülltrennsysteme für die Küche integrieren die Abfalltrennung in den Unterschrank und halten die Arbeitsfläche frei. Regal- und Raumsysteme bilden mit Wandschienen, Trägern und Böden flexible Ordnungsstrukturen für Lager, Büro und Verkaufsraum. Die allgemeine Schrankinnenausstattung ergänzt Bodenträger, Fachbodenhalter und Einlegeböden für den klassischen Möbelbau, die Kleideraufbewahrung steuert Kleiderstangen, Haken und Garderobenlösungen bei.

Für die Objektausstattung kommen die Bad-Ausstattung und die Büro-Ausstattung hinzu — Letztere mit Schreibtischzubehör, Organisationssystemen und Kabelmanagement für den Arbeitsplatzbau. Tischbeine und Möbelrollen ergänzen bewegliche und höhenverstellbare Möbelbauten.


Beschläge von Würth: Systemkompetenz, Planung und Montage

Ein Beschlag entfaltet seinen Wert erst im Zusammenspiel mit Planung, Nachweis und Montage. Würth begleitet deshalb den kompletten Weg vom Aufmaß über die Bemessung und die Ausschreibung bis zur Baustellenversorgung — mit Produkten, digitalen Werkzeugen und persönlicher Fachberatung aus einer Hand.

  • Systemlösungen für die Gebäudehülle: Tür- und Fensterbeschläge sind Teil eines abgestimmten Programms aus Beschlag, Befestigung und Abdichtung. Welche Bauformen sich wofür eignen und wie sie ineinandergreifen, zeigt die Fachübersicht Baubeschläge.
  • Schließanlagen planen statt zusammenstellen: Für mechanische und elektronische Schließsysteme steht eine eigene Planungsstrecke mit digitaler Zutrittsverwaltung bereit — Einstieg über die Übersicht Schließanlagen.
  • Möbel digital konfigurieren: Mit dem kostenfreien Planungstool WÜDESTO lassen sich Möbelelemente, Korpusse und Fronten maßgenau planen und ohne Verschnitt fertigen lassen — inklusive 3D-Vorschau während der Planung.
  • Prüffähige Nachweise für die Fensterbefestigung: Die Fenstersoftware liefert den statischen Nachweis der Befestigung für über 150 geprüfte Verankerungsgründe, auch für absturzsichernde Elemente.
  • Ausschreibung ohne Nacharbeit: Zu den Produkten stehen geprüfte Ausschreibungstexte in allen gängigen Formaten bereit — von GAEB und DATANORM bis Word und Excel.
  • CAD- und BIM-Daten direkt ins Modell: Die CAD-Datenbank hält die Produktdaten in den gängigen Formaten bereit und übergibt sie direkt ins CAD-System.
  • Fachberatung für Planer und Verarbeiter: Bei Detailfragen zu Beschlagsystemen, Nachweisen und Einbausituationen führt der direkte Kontakt zu den Würth Fachingenieuren schneller zum Ziel als die Suche im Datenblatt.
  • Material dort, wo es gebraucht wird: Mit dem ORSY Systemfinder lässt sich die Bevorratung von Kleinteilen, Beschlägen und Verbindern so organisieren, dass die gängigen Positionen im Fahrzeug oder in der Werkstatt immer verfügbar sind.

So entsteht aus einzelnen Bauteilen eine Arbeitsgrundlage: abgestimmte Systemreihen, geprüfte Kennwerte, planbare Beschaffung und ein Ansprechpartner, der die Einbausituation kennt.

Normangabe: Die genannten EN- und DIN-Angaben beziehen sich auf die jeweilige Ausführung. Verbindliche Klassen und Kennwerte entnehmen Sie dem jeweiligen Produktdatenblatt.

Zubehör, Arbeitshilfen und Montagelösungen

Der letzte Meter entscheidet über das Ergebnis. Zubehör für Haus-, Objekt- und Zimmertüren ergänzt die Türausstattung um Türstopper für Boden- und Wandmontage, Türspione, Türfeststeller, Türkantriegel, Lüftungsgitter und automatische Türabdichtungen. Kistenbeschläge mit Kistenbändern, Verschlüssen und Ecken decken den Behälter- und Transportkistenbau ab, und Türantriebe automatisieren die Öffnung dort, wo Barrierefreiheit gefordert ist.

Damit die Beschläge sitzen, wo sie sitzen sollen, gehören Montagehilfen ins Sortiment. Die Arbeitshilfen für Baubeschläge umfassen Bohrlehren für Türdrücker und Türbänder sowie Schablonen für Türschließer; die Arbeitshilfen für Möbelbeschläge reichen von Bohr- und Klebebohrlehren über Fräslehren und Sägeschablonen bis zu Bohr- und Einpressmaschinen für die Topfscharnier-Bohrung in Serie. Eine Rosettenbohrlehre spart bei jeder Tür das Anzeichnen und verhindert das Verbohren des Türblatts — bei zehn Türen am Tag ist das der Unterschied zwischen Zeitplan und Nacharbeit.

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Diese Nachbarbereiche greifen den Beschlag-Auftrag von der Zubehör- und Longtail-Seite auf. Sie führen direkt zu den Ausführungen, die im Text nur gestreift werden.

Türstopper Tischbeine Vorhängeschlösser Möbelrollladen Scharniere aus Edelstahl Türdrücker aus Edelstahl Abschließbare Fenstergriffe Möbelbeschläge im Überblick Küchenbeschläge Schiebetürbeschlag-Sets

Ob Möbelbau, Innenausbau, Türenmontage oder Objektbetreuung — das Beschlagsortiment von Würth deckt beide Welten in einer Bestellung ab: die feinmechanische Möbelseite mit Scharnieren, Zargen und Griffen und die nachweisgeprägte Bauseite mit Drückern, Bändern, Schlössern und Zylindern. Wer beides aus derselben Quelle bezieht, hält Oberflächen, Systemmaße und Dokumentation über das gesamte Projekt hinweg konsistent.


Häufige Fragen zu Beschlägen

Die folgenden Fragen greifen die Punkte auf, die in der Beschlagauswahl am häufigsten zu Rückfragen führen — von der Abgrenzung der beiden Sortimentswelten bis zu Normangaben und Zylindermaßen.

Für einen Korpus werden vier Beschlaggruppen benötigt: Verbinder für die Plattenverbindung, Scharniere für Fronttüren, Zargen oder Führungen für Schubkästen und Griffe für die Bedienung. Bei grifflosen Fronten ersetzen Öffnungssysteme wie federunterstützte Scharniere oder Tip-Mechaniken den Griff. Ergänzt wird das je nach Möbeltyp um Klappensysteme für Oberschränke, Schiebetürbeschläge für platzsparende Fronten sowie Möbelschlösser für abschließbare Elemente.

Baubeschläge sitzen an Türen und Fenstern des Gebäudes — Türdrücker, Türbänder, Türschlösser, Türschließer, Profilzylinder und Fenstergriffe. Möbelbeschläge gehören zum Möbelkorpus — Scharniere, Zargen, Führungen, Griffe und Verbinder. Der wesentliche Unterschied liegt in der Nachweisführung: Baubeschläge nennen vielfach geprüfte EN- und DIN-Klassen, weil sie Teil von Brandschutz-, Rauchschutz-, Flucht- und Einbruchschutzkonzepten sein können. Möbelbeschläge werden dagegen nach Traglast, Laufeigenschaften, Dämpfung und Verstellbarkeit ausgewählt.

Bei Türdrückern ist EN 1906 die gängige Angabe; sie ordnet Drückergarnituren nach Gebrauchskategorie und Dauerhaftigkeit ein. Für Beschläge an Feuer- und Rauchschutztüren kommt DIN 18273 hinzu, für Fluchttürbeschläge EN 179. Bei Türschlössern sind EN 12209 sowie DIN 18251-1, -2 und -3 die maßgeblichen Angaben, ergänzt um EN 1125 für Panikverschlüsse und EN 1627 im Zusammenhang mit einbruchhemmenden Elementen. Welche Angaben für eine konkrete Ausführung gelten, entnehmen Sie dem jeweiligen Produktdatenblatt.

Sichtbare Bauteile bestehen überwiegend aus Edelstahl A2 (1.4301), Aluminium oder Zinkdruckguss; tragende und verdeckt liegende Mechanik ist meist aus Stahl gefertigt, Zylinder und Schließanlagen aus Messing oder Messing-Stahl. Bei den Oberflächen dominieren vernickelt, verzinkt, eloxiert, lackiert, pulverbeschichtet und epoxidbeschichtet. Die Farbwelt folgt im Baubereich Silber F1, Neusilber F2, Edelstahl F9, Verkehrsweiß RAL 9016 und Satinschwarz, im Möbelbereich zusätzlich Zirkon, Ice, Stone und Graphit RAL 7015.

Das Längenraster reicht bei Profilzylindern in Fünf-Millimeter-Schritten von 60 bis über 110 mm; die gängigsten Längen liegen bei 70, 80, 90 und 100 mm. Bei Doppelzylindern werden die beiden Seitenmaße getrennt angegeben, sodass sich die Länge auf Türblattdicke, Schutzbeschlag und Schilddicke abstimmen lässt. Die konkreten Maße und Zuordnungen entnehmen Sie dem jeweiligen Produktdatenblatt.

Die Stiftzahl beschreibt, wie viele Zuhaltungen der Zylinder abfragt. Mehr Zuhaltungen bedeuten mehr mögliche Schließungen und damit größere Anlagen sowie einen höheren Manipulationswiderstand. Fünf- und sechsstiftige Systeme decken Wohn- und kleinere Objektanlagen ab, zehnstiftige Systeme sind für umfangreiche Schließpläne ausgelegt. Daneben steht eine federfreie Technologie zur Verfügung, die ohne klassische Stiftfedern arbeitet. Für alle Ausführungen sind DIN 18252 und EN 1303 maßgeblich.

Für Brand- und Schallschutztüren sind verdeckt liegende, dreidimensional verstellbare Türbänder wie das VLB 200 3-D vorgesehen; sie sind für stumpf einschlagende Objekttüren an Holzblock-, Holzfutter-, Stahl- und Aluminiumzargen ausgelegt. Auf der Drückerseite kommen Beschläge mit DIN-18273-Angabe zum Einsatz, bei Fluchtwegen zusätzlich EN 179 oder EN 1125. Türschließer mit EN 1154 und, wo Rauchschutz gefordert ist, Feststellanlagen mit Rauchschalter vervollständigen die Ausstattung. Welche Kombination für einen konkreten Türtyp zulässig ist, entnehmen Sie der Verwendbarkeitsangabe des jeweiligen Türherstellers und dem Produktdatenblatt.

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